Guten Tag. Ich benötige Rat zur Lösung von Feuchtigkeitsproblemen, die zwischen dem Keller und einem Anbau auftreten. Sollte ich mich für eine flächige oder klassische Isolationsmethode entscheiden?
- František P. fragte 2 Wochen ago
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Guten Tag,
die Wahl zwischen linearer (horizontaler) und flächiger Injektage bei einer Wand zwischen Keller und Anbau hängt von einem entscheidenden Kriterium ab – nämlich der Richtung der Feuchtigkeitsbelastung. Wenn Feuchte ins Mauerwerk nur kapillar von den Fundamenten aufsteigt, reicht eine horizontale Injektionslinie aus, die gemäß dem technologischen Verfahren für das System AquaStop Cream möglichst nah am Boden angebracht wird.
Der Anbau ist aber sehr wahrscheinlich nicht unterkellert, weshalb die Kellerwand von außen in ihrer gesamten Höhe – vom Kellerboden bis zur Ebene des Fußbodens bzw. des Geländes des Anbaues – mit Erdreich bzw. mit der Schüttung des Fußbodenaufbaus des Anbaues in Kontakt steht. Die Wand wird daher nicht nur von unten durch die Fundamente mit Feuchte belastet, sondern auch von der Seite her – über diese gesamte Höhendifferenz hinweg. Eine reine horizontale Injektage am Kellerboden kann daher die ganze Wandfläche unterhalb dieser Ebene nicht abdichten – sie stoppt nur den Aufstieg von den Fundamenten, aber nicht die seitliche Feuchtigkeitsbelastung aus dem angrenzenden nicht isolierten Erdreich. In einem solchen Fall ist eine flächige Injektage angebracht, die in einem Bohrrastermuster durchgeführt wird und immer oben und unten durch horizontale Linien sowie an den Rändern durch zwei vertikale Linien begrenzt sein muss. Die Anleitung finden Sie hier: https://www.injektaz-zdiva-svepomoci.cz/navod-k-injektazni-aplikaci/#plosna-injektaz-zdiva.
Eine Alternative zum flächigen Bohrverfahren besteht darin, das Mauerwerk nur mit Injektagelinien zu „umrahmen“ wie bei der flächigen Injektage, dann die so begrenzte Fläche nach Putzentfernung mit einer Streichhydroisolation wie z.B. AquaStop Bitumen 2K abzudichten und anschließend zu verputzen.
Nur wenn der Anbau unterkellert wäre und die Fußböden beider Keller in einer Höhenlage lägen – was aber sehr unwahrscheinlich ist – würde die seitliche Feuchtigkeitsbelastung natürlich nicht einwirken. In diesem Fall würde eine horizontale Injektage am Boden die gemeinsame Wand vor aufsteigender Feuchte schützen, und zwar von einer beliebigen Seite der gemeinsamen Wand. Aber wie ich in dem vorherigen Satz schreibe, ist diese Bauweise sehr unwahrscheinlich, daher wird dieser Lösungsvorschlag wahrscheinlich nicht relevant sein.
Mit freundlichen Grüßen,
Jiří Schwarz
- Trumf S. antwortete 2 Wochen ago
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